Arbeitsbereiche

Sie sind hier:

Versorgungsforschung

Ansprechpartner:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Die Darstellung vorhandener schmerz- und palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen sowie die Erforschung weiterer Bedarfe ambulanter, teil- und vollstationärer Einrichtungen haben zum Ziel, Unter-, Über- und Fehlversorgung, sowie Handlungsoptionen zu beschreiben. Der BVSD hat 2012 die Ergebnisse seiner Ärzte-Umfrage zur Versorgungssituation von Patienten mit chronischen Schmerzen vorgestellt. Die Studiendaten, die im „BVSD-Weißbuch Schmerzmedizin“ veröffentlicht wurden, zeigen einen hohen Grad an schmerzmedizinischer Unter- und Fehlversorgung in Deutschland.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ansprechpartner:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Der BVSD sieht eine seiner Aufgaben darin, das breite Wissen über das schmerztherapeutische und palliativmedizinische Versorgungsumfeld zu fördern, zu vertiefen und auf bestehende Versorgungsdefizite hinzuweisen. Aus diesem Grunde macht der Verband mit Presseveröffentlichungen auf sich und seine Belange aufmerksam und stellt Informationsmaterial zur Verfügung.

 

Der BVSD hat 2012 die Ergebnisse seiner Ärzte-Umfrage zur Versorgungssituation von Patienten mit chronischen Schmerzen vorgestellt. Die Studiendaten, die im „BVSD-Weißbuch Schmerzmedizin“ veröffentlicht wurden, zeigen einen hohen Grad an schmerztherapeutischer Unter- und Fehlversorgung in Deutschland.

Aus-, Fort- und Weiterbildung

Ansprechpartner:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In Zusammenarbeit mit den schmerzmedizinischen Fachgesellschaften arbeitet der BVSD an der Novellierung der MWBO.

 

Im September 2013 wurde von den Landesärztekammern beschlossen, den Zeitplan zur Novellierung der MWBO zu verlängern und eine Befassung auf dem Deutschen Ärztetag 2015 (beziehungsweise sofern erforderlich 2016) vorzusehen.

 

Wie bereits auf dem 117. Deutschen Ärztetag 2014 in Düsseldorf in Aussicht gestellt, haben sich die Weiterbildungsgremien dafür ausgesprochen, die Weiterbildungsinhalte aufgrund der besseren Trennschärfe anhand von zwei statt drei Weiterbildungsmodi abzubilden. Als weiteres Überarbeitungskriterium werden Vorgaben zur Formulierung von übergreifend relevanten Weiterbildungsinhalten beraten. Nach Festlegung der Überarbeitungskriterien wird die Bundesärztekammer in Abstimmung mit den Weiterbildungsgremien auf dieser Grundlage alle Weiterbildungsbezeichnungen von Version 1 der MWBO-Novelle in die neue Entwurfsversion der MWBO-Novelle („Version 2“) überführen. Bei diesen strukturellen Anpassungen wird der größtmögliche Wert auf die inhaltliche Übereinstimmung mit den Vorschlägen der Fachgesellschaften gelegt werden. Version 2 wird dann erneut auf der elektronischen Plattform WIKI-BÄK veröffentlicht.

 

Um einen transparenten Austausch zur inhaltlichen Gestaltung zu ermöglichen, erfolgt die Novellierung über die für die beteiligten ärztlichen Organisationen im Internet eingerichtete WIKI-BÄK-Plattform.

 

Der Vorsitzende der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer, Herr Dr. F. J. Bartmann, berichtet auf dem 118. Deutschen Ärztetag 2015 in Frankfurt a. M. zum Sachstand der Novellierung der MWBO. Sein Bericht wird auf der Homepage der Bundesärztekammer veröffentlicht.

 

Eine interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung auf der Grundlage eines bio-psycho-sozialen Schmerzmodells setzt eine Vertiefung und Spezialisierung von Fachwissen zum chronischen Schmerz und spezifische therapeutische Fertigkeiten voraus. Im ärztlichen Bereich ist dies durch die Weiterbildung “Spezielle Schmerztherapie” geregelt und dort unumstritten. Im psychotherapeutischen Bereich wurde eine vergleichbare Spezialisierung durch eine Fort-/Weiterbildung “Spezielle Schmerzpsychotherapie (SSPT)” gefordert und umgesetzt. Die Zertifizierung “Spezielle Schmerzpsychotherapie” erfolgt bundesweit auf der Grundlage einer gemeinsamen Prüfungsordnung der vier Schmerzgesellschaften: DGPSF, DGS, DSG und DMKG. In der Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz am 30.04.2005 wurde der Antrag des Vorstandes, die spezielle Schmerz-Psychotherapie als ankündigungsfähigen Zusatztitel im Rahmen der Weiterbildungsordnung zu etablieren, einstimmig angenommen. Der BVSD engagiert sich für eine Anerkennung der Ausbildung zur „Speziellen Schmerzpsychotherapie“ in allen Kammerbereichen.


Facharzt Schmerzmedizin

 

Die Schmerzmedizin ist im deutschen Gesundheitssystem nicht als eigenständiges Fachgebiet etabliert. Zwar wird die Schmerzmedizin 2016 verpflichtendes Q14 Querschnittfach als Pflichtbestandteil des Medizinstudiums in der neuen Approbationsordnung für Ärzte verankert, dennoch ist die Etablierung des fachgebietsübergreifenden Querschnittfachs Schmerzmedizin dringend erforderlich, um dem hohen Versorgungsbedarf gerecht werden zu können. Mit Grundkenntnissen versehene Ärzte werden erst nach einer Facharztausbildung in der Regel ab 2021 oder 2022 in die Versorgung kommen.

 

Änderungen bzw. Einführung neuer medizinischer Versorgungs- und Vergütungsstrukturen, z.B. strukturelle EBM-Reformen, ASV, DMP richten sich an den bestehenden und etablierten Facharztgruppen aus. Deshalb wird der Facharzt Schmerzmedizin benötigt, um den Belangen der schmerzmedizinischen Versorgung bei zukünftigen Strukturveränderungen ausreichend gerecht zu werden.

 

Die Bedarfsplanung regelt in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung die Anzahl der genehmigten Kassenarztsitze und orientiert sich ausschließlich an den medizinischen Fachgebieten. Da Schmerzmedizin bisher nicht als Fachgebiet etabliert ist, gibt es in keinem KV-Bereich Deutschlands eine Bedarfsplanung für Schmerzmedizin. Schmerzmedizinisch tätige niedergelassenen Ärzte und Ambulanzen werden deshalb ihren „Ursprungs“-Fachgebieten zugerechnet. Ihr Bestand hängt vom jeweiligen Versorgungsgrad in diesen Fachgebieten (z.B. Anästhesie, Orthopädie, Allgemeinmedizin etc.) ab.

 

Wie in allen Versorgungsbereichen ist auch in der Schmerzmedizin eine abgestufte Versorgung notwendig. Die Basis und erste Anlaufstelle ist dabei die allgemeine Schmerzmedizin, die vom Allgemeinarzt/Primärarzt wahrgenommen wird. Darauf baut die fachgebietsbezogene schmerztherapeutische Versorgung auf, die auf der jedem Fachgebiet eigenen Schmerzkompetenz beruht. Typische fachgebietsbezogene Schmerzprobleme beispielsweise in der Orthopädie oder Neurologie etc. können und sollen in diesen Gebieten gelöst werden. Für kompliziertere Probleme steht dann die fachgebietsbezogene (und begrenzte) spezielle Schmerztherapie zur Verfügung, die sich immer noch an einem Urspungsfachgebiet orientiert.

 

Für Patienten, die nach mindestens einem halben Jahr Schmerzchronifizierung und unzureichender Schmerztherapie in der spezialisierten fachgebietsbezogenen Schmerztherapie zu versorgen sind, stellt der Facharzt für Schmerzmedizin die adäquate Versorgungsform dar. Für eine effektive Versorgung braucht er eine patientenzentrierte Kompetenz, die fachgebietsübergreifend dem eigenen Fachgebiet Schmerzmedizin zuzuordnen ist und neben anästhesiologischen Inhalten funktionell orthopädische Diagnostik und Therapie benötigt wie auch pharmakologische Kenntnisse und psychologische/psychiatrische Weiterbildung.

 

Aufgrund der Altersstruktur der an der Versorgung teilnehmenden Schmerzmediziner (der Altersdurchschnitt der Schmerztherapeuten liegt um ca. zwei Jahre höher als der Altersdurchschnitt aller Ärzte), ist es dringend erforderlich eine strukturierte Nachwuchsförderung in der Schmerzmedizin zu etablieren. Nach Angaben der wissenschaftlichen Fachgesellschaften haben in Deutschland etwa 460 Schmerzmediziner die Weiterbildungsbefugnis „Spezielle Schmerztherapie“. Hier gilt es eine systematische Weiterentwicklung der vorhandenen Ausbildungsstrukturen zu erarbeiten.

Qualitätssicherung und -mamagement

Ansprechpartner:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Zentraler Baustein für eine Vermessung der schmerzmedizinischen Versorgungslandschaft ist die möglichst lückenlose Aufnahme bereits bestehender Versorgungsstrukturen Der BVSD arbeitet daran, eine solche Kartographie der Schmerzversorgung (Schmerzregister). vorzunehmen, um auf dieser Grundlage u.a. Versorgungslücken zu identifizieren und deren Schließung voranzutreiben.

 

Die Qualitätssicherungsvereinbarung zur schmerztherapeutischen Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten gem. § 135 Abs. 2 SGB V (QSV) dient der Sicherung von Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Versorgung chronisch Schmerzkranker im Rahmen der vertragsärztlichen Leistungserbringung. Die Vereinbarung regelt die Voraussetzungen für die Ausführung und Abrechnung von Leistungen der Schmerztherapie. Der BVSD setzt sich dafür ein, die in der QSV gesetzten Rahmenbedingungen konstruktiv weiterzuentwickeln und an den aktuellen Stand der Medizin anzupassen.


Zertifizierung

 

Auf den ersten Blick sollen Patienten erkennen können, in welcher Klinik, in welchem Hospiz, in welchem Krankenhaus sie ein optimales Schmerzmanagement erwarten können. Der BVSD verweist auf die hierzu bestehenden Institutionen wie das PatientenSiegel GbR, die Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie Certkom e.V. und den TÜV Rheinland.

Integrierte Versorgung / Selektivverträge

Ansprechpartner:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die kontinuierlich wichtig werdende Versorgung durch einzelvertragliche Regelungen macht eine gebündelte Vertragsfähigkeit aller in der schmerzmedizinischen Versorgung Tätigen erforderlich. Der BVSD sieht sich hier sowohl als Plattform zur Entwicklung einzelvertraglich verhandelbarer Versorgungskonzepte als auch als Drehscheibe für bereits bestehende oder sich entwickelnde Best-Practice-Ansätze. Der BVSD ist direkter Verhandlungspartner bei den Krankenkassen.

In Zusammenarbeit mit der KKH hat der BVSD 2011 einen Vertrag zur integrierten Versorgung (IV) zur Behandlung von Patienten mit Rückenschmerzen abgeschlossen. Nach einer Pilotphase mit Standorten in Bonn, Gelsenkirchen, Leipzig, München und Saarbrücken wurde das Programm 2015 auf weitere Regionen ausgeweitet: Berlin, Frankfurt/M., Wiesbaden, Stuttgart und Wuppertal.

Versorgungsmodell: Ausgehend von den Empfehlungen der "Nationalen VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz" wird in enger Zusammenarbeit von besonders qualifizierten Schmerztherapeuten, Psychologischen Psychotherapeuten und Physiotherapeuten für jeden Patienten individuell der effektivste Behandlungsweg ausgewählt. Nicht geeignete medizinische Maßnahmen sollen stattdessen unterbleiben. So wurde bewusst darauf verzichtet, operative Verfahren in das Versorgungskonzept einzubeziehen, da laut Leitlinie keine wissenschaftlichen Erkenntnisse für die Wirksamkeit von Operationen bei den so genannten nicht spezifischen Kreuzschmerzen vorliegen. Ziel der optimierten Versorgung ist es, den Patienten eine möglichst schnelle Schmerzlinderung bzw. Schmerzkontrolle zu ermöglichen und langfristig zu erhalten, wodurch die Erwerbsfähigkeit der Patienten gesichert werden kann.

In Zusammenarbeit mit dem Hausärzteverband hat der BVSD 2013 die „Versorgungslandschaft Schmerz“ entwickelt, die eine stärkere Vernetzung von Hausärzten und Schmerztherapeuten, Fachärzten und Krankenhäusern bzw. Pflegeeinrichtungen fördern soll.

Die „Versorgungslandschaft Schmerz“ basiert auf der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) nach § 73b SGB V, die durch die interdisziplinäre Einbindung der ärztlichen und psychologischen Schmerztherapeuten zu einem Integrationsvertrag nach den §§ 140a ff. SGB V erweitert wird. Das Konzept wird gegenwärtig den Kassen als eine Vertragsoption angeboten.